„Das Lebensalter hat seine bestimmte Laufbahn, und der Weg der Natur

ist nur einer, und zwar ein einfacher. Einem jeden Abschnitt des Lebens

ist seine eigene zeitliche Bestimmung gesetzt; die Schwäche des Knaben,

die wildtrotzende Kraft des Jünglings, der Ernst des schon gesetzten Alters

und die Reife des höheren Alters ist etwas Naturgemäßes, was zu seiner

Zeit gelebt werden muss“ (Marcus Tullius Cicero, Cato maior de senectute).

 

Auch nach nahezu 30 Jahren Pflegepolitik und Pflegereformen ist es nicht gelungen, ein zahlenmäßig ausreichendes und qualitativ überzeugendes Versorgungsangebot für Personen, die Pflege im Alter benötigen, sicherzustellen.

Dies zeigen, wie der VDK jüngst beklagte, „massive Missstände in der häuslichen Pflege“.

Die Frage stellt sich einmal mehr, warum nicht längst ein „Paradigmenwechsel“ der Versorgung zu einer stärker nachfragebezogenen Pflegereformpolitik stattgefunden hat, der sich vorrangig den Standpunkt der Pflegebedürftigen, ihren Bedarfen und Bedürfnissen, und nicht, wie bisher, den der Anbieter bzw. ihrer Interessensverbände zu eigen macht.

Die auf den folgenden Seiten unter verschiedenen Stichworten hinterlegten Textstücke nähern sich den Voraussetzungen eines solchen Wechsels der Perspektive, den zu erwartenden Hindernissen und seinen Chancen aus unterschiedlichen Blickwinkeln.

.Als Einstieg in ein Thema von hoher gesellschaftlicher Bedeutsamkeit sind die Textstücke zugleich als Einladung zum Gedankenaustausch mit den Lesern dieser Seiten zu verstehen.